Fast 20 Jahre war ich in der Bulimie gefangen. In diesem Blogartikel erzähle ich dir meinen ganz persönlichen Weg raus aus dem Teufelskreis von Kontrolle, Schuld, Scham und Essanfällen – und wie echte Heilung möglich wurde.
Manchmal fühlt es sich an, als würde das Leben in endlosen Schleifen verlaufen. Ein immerwährendes Zurückfallen in alte Muster, ein scheinbar unaufhaltsamer Kampf gegen sich selbst. Doch dann gibt es diesen einen Moment – diesen winzigen, aber lebensverändernden Augenblick, in dem du plötzlich verstehst, dass du immer eine Wahl hast. Genau ein solcher Moment kam für mich im Mai 2004. Ich stand am Rande der absoluten Verzweiflung, ich konnte und wollte nicht mehr leben! Ich war bereit, alles aufzugeben – damit endlich Ruhe herrschte in meinem Kopf. Ich war bereit, meinem Leben ein Ende zu setzen – die Sehnsucht nach dieser inneren Ruhe und dem Frieden mit mir und meinem Körper war so gross, dass ich dachte, ich finde sie genau da, wo ich mein Leben bewusst beende.
Doch stattdessen traf ich eine Entscheidung, die mein Leben für immer verändern sollte. Heute erzähle ich dir meine Geschichte – von den dunkelsten Tiefen der Bulimie bis hin zur absolut wundervollen Freiheit, die ich mir Schritt für Schritt zurückerobert habe. Es ist eine Reise, die zeigt: Heilung ist möglich. Immer. Auch für dich. Egal wo du stehst oder wie tief du in der Essstörung gefangen bist
Aber lass mich noch etwas weiter zurückgehen. Denn kein Mensch wählt bewusst und einfach mal so aus lauter Langeweile eine Essstörung. Es sind die leisen, oft unsichtbaren Wunden, die uns dorthin führen. Die zum Teil tiefen Risse, die in unserer Seele entstehen, sehr lange bevor wir sie überhaupt benennen können. Mein Weg begann nicht an diesem Abend im Mai 2004 – er begann viele Jahre zuvor, in Momenten, in denen ich mich so unendlich einsam, unpassend und total verloren fühlte. Gefangen in einem im Aussen scheinbar perfekten Doppelleben, einem mit viel Aufwand aufgebauten Kartenhaus aus Lügen, Geschichten, Ausreden, aus Hass auf meinen Körper, Kontrolle, Druck und Vielem mehr.
Ich erzähle diese Geschichte nicht nur, um meinen eigenen Weg mit dir zu teilen, sondern vor allem, um dir Mut zu machen und um dir zu zeigen: Du bist nicht allein ❤️.
Wenn du dich in diesen Worten wiedererkennst, wenn du spürst, dass auch du in einem inneren Kampf gefangen bist, beherrscht von diesem alles blockierenden teufelskreis der Bulimie – dann möchte ich dir heute sagen, dass es einen Weg hinaus gibt. Einen Weg, der nicht einfach ist, aber der es wert ist, gegangen zu werden.
Stell dir vor, du stehst an einem Wendepunkt. Hinter dir liegt ein Pfad, den du schon so oft beschritten hast – voll von Schmerz, Selbstzweifeln, Minderwert, Mangel, Kontrolle, Wut, Druck, Unsicherheit – jeden Tag kommen noch mehr Verzweiflung und Selbsthass dazu.
Vor dir jedoch erstreckt sich ein ganz neuer Weg. Ein Weg, den du noch nie beschritten hast, du dir nicht vorstellen kannst, dass er irgendwo hinführt. Ein Weg, den du noch nicht kennst. Und doch ist er da. Direkt vor deinen Füssen. Er darauf, dass du dich für ihn entscheidest und ihn gehst. Genau wie ich es damals tat.
Diese Geschichte ist mehr als nur eine Erinnerung. Sie ist ein Zeugnis der Veränderung. Sie ist ein Beweis dafür, dass wir unsere Vergangenheit nicht ausradieren müssen, um ein neues Leben zu beginnen. Wir können lernen, mit ihr zu leben, aus ihr zu lernen und uns dadurch weiter zu entwickeln – und können damit ein richtig erfülltes, glückliches und selbstbestimmtes Leben kreieren. Genau darum geht es in diesem Artikel: Zu erkennen, dass es nie zu spät ist, sich für das Leben zu entscheiden. Genau das wünsche ich dir von ganzem Herzen ❤️!
Damals – Gefangen in der Sucht – Beherrscht von der Bulimie
Ich erinnere mich genau an diesen einen Abend. Ich sass auf der Couch, meine sechs Monate alte Tochter friedlich schlafend an meiner Brust. Neben mir spielte ihre 3 jährige Schwester, vertieft in ihr kleines Fantasiereich. Sie summte ein Lied und sprach liebevoll mit ihren Puppen. Von aussen betrachtet hätte diese Szene nicht harmonischer wirken können – eine Mutter in liebevoller Verbundenheit, umgeben von ihren glücklichen Kindern. Doch in meinem Inneren war die Hölle los, es tobte ein Krieg und die Stimmen im Kopf waren wie fast immer viel zu laut!
Mein Bauch war überfüllt – vollgefressen mit Unmengen an Essen: Brot, Butter, Schokolade, Kekse, Eis uvm. Ich habe mich bereits das fünfte Mal an diesem Tag vollgestopft. Nur um für einen kurzen Moment alles andere auszublenden. Nur um wenigstens ganz kurz nichts hören oder fühlen zu müssen. Nur um einen minimalen Augenblick scheinbare Ruhe zu erleben – um danach alles sofort wieder loszuwerden und dadurch eine flüchtige, trügerische Erleichterung zu spüren. Doch an diesem Abend war es anders. Ich konnte nicht mehr. Ich war total erschöpft und hatte all die Lügen, das Versteckspielen, die Scham, den Schlafmangel, das Hungern, das Fressen, die Ausreden, das perfekt sein müssen und noch so vieles mehr wortwörtlich satt. Ich hatte es übersatt. Ich konnte und wollte so nicht mehr weitermachen. Der Gedanke, einfach aufzuhören, alles hinter mir zu lassen, jetzt sofort auszusteigen, um endlich Ruhe und Frieden zu haben, wurde übermächtig. Ich wollte nicht mehr leben.
Fast 20 Jahre lang war die Bulimie mein treuster Begleiter. Mein gesamter Tag begann und endete mit ihr. Morgens begann das Ritual mit dem Gang zur Waage – dann eine Zahl, die darüber entschied, ob es ein guter Tag wird – oder immerhin der Start in den Tag. 90 % meiner Gedanken drehten sich nur ums Essen, ums Erbrechen, ums Verstecken, ums einkaufen, um die Geschichten uvm. Mein Alltag war minutiös durchgeplant – wo ich einkaufen würde, wo ich heimlich alles in mich hineinstopfen und wo ich mich unbemerkt wieder davon befreien konnte. Niemand durfte wissen, wie tief mich diese Sucht beherrschte oder wie massiv gefangen ich in dieser Abhängigkeit war. Die Bulimie war über all diese Jahre mein bestgehütetes Geheimnis.
Ich funktionierte im Aussen perfekt. Ich war erfolgreich im Job, führte Gespräche mit einem Lächeln, erledigte meine Aufgaben mit links, war jederzeit für andere da, kümmerte mich um Haushalt und Familie und erfüllte noch so Vieles mehr nebenher und obendrauf. Niemand bemerkte etwas. Doch innerlich zerfiel ich mehr und mehr. Die Bulimie war nicht einfach nur ein Problem mit dem Essen, sie beherrschte und beeinflusste mehr und mehr mein ganzes Leben, mein Denken und Fühlen! Ich entfernte mich immer weiter von mir selbst. Ich wusste nicht mehr, wer ich wirklich bin, was ich will oder was ich fühle. Ich war total fremdgesteuert durch die Sucht und total gefangen in der Bulimie.
Da hat sich mein Leben geteilt – und alles wurde anders
Die Anfänge dieser zerstörerischen Krankheit lagen weit zurück. Es gab diesen einen Tag, dieses eine Ereignis, das mein Leben in zwei Teile teilte: In Vorher und Nachher.
Ich war 16 Jahre alt als ich vergewaltigt wurde. In dieser einen Nacht verlor ich nicht nur mein natürliches Gefühl für Sicherheit – ich verlor auch das Vertrauen in die Welt und in mich selbst. Ich sprach mit niemandem darüber. Ich zog mich zurück, hörte auf zu essen in der Hoffnung, jemand würde mich mal fragen, wie es mir geht oder wie ich mich fühle. Ich habe mir selbst die Schuld für das gegeben, was passiert war – es war eine Lösung, mit der ich klar kam und damit den Schmerz nicht mehr so stark fühlen musste. Weder seelisch noch körperlich. Als der massive Hunger nicht mehr auszuhalten war, begann ich wieder zu essen. Viel zu essen. Viel zu viel – manchmal bis zur Schmerzgrenze und mein Bauch gefühlt kurz vor dem Platzen war. Und dann habe ich irgendwann das erste Mal gekotzt. Bald darauf ein weiteres Mal. Und nochmals ein weiteres Mal. Was als gelegentliche Erleichterung des viel zu viel Essens begann, wurde bald zur täglichen Gewohnheit. Ein unaufhörlicher Kreislauf, der mich gefangen hielt.Ein Teufelskreis aus dem ich nicht mehr ausbrechen konnte.
Ich suchte in diesen Abläufen Halt. Doch anstatt mich selbst zu spüren, verlor ich mich immer mehr. Jahre vergingen. Viele Jahre! Diese Jahre waren beherrscht von der Bulimie. Immer wieder kamen Ausstiegs-Versuche dazu mit verschiedensten Therapieansätzen, die mich nicht erreichten, die nichts geholfen haben. Dazu kamen Beziehungen, die durch meine Sucht zerbrechen und unzählige Momente, in denen ich sicher war, dass ich niemals frei werden würde.
Die Bulimie begann meine Persönlichkeit zu beeinflussen. Ich verlor durch die Beherrschung der Bulimie mehr und mehr meine Spontanität, meine Lebensfreude, meine Freiheit, mein Bewusstsein, meine Freunde, meine Liebe und meine Intuition. Ich wurde zu einer Meisterin des Versteckens und der Lügen. Ein perfektes Doppelleben. Niemand sollte erfahren, dass mein scheinbar strukturiertes und erfolgreiches Leben eine Illusion war. Ich erfand immer wieder neue Ausreden, log aus Angst entdeckt zu werden mir selbst und anderen ins Gesicht und lebte in einer Welt, die aus massivem Druck, ständiger Kontrolle, Verleugnung und unendlicher Einsamkeit und innerer Leere bestand.
In der Zeit wo ich noch kinderlos war, gab es Tage – vor allem am Wochenende, wenn ich nicht gearbeitet habe – an denen ich von morgens bis spät in die Nacht fast nonstop damit beschäftigt war zu essen und zu erbrechen. Der Supermarkt wurde zu meinem Tempel, das stille Örtchen zur Bühne meiner tiefsten Verzweiflung und gleichzeitig der totalen Erleichterung. Die Spirale drehte und drehte sich weiter – jede Mahlzeit war ein Kampf, jedes Erbrechen ein kurzer Moment der Erleichterung, unmittelbar gefolgt von tiefer Scham, Schuld und massiver Unzufriedenheit. Es war eine Sucht, die mich fest im Griff hatte.
Ich erinnere mich an die Angst, entdeckt zu werden. An die Scham, die ich empfand, wenn jemand mir zu nahe kam. An das Gefühl, nicht genug zu sein – nicht dünn genug, nicht diszipliniert genug, nicht liebenswert genug, nicht schön genug, nicht perfekt genug etc. Ich suchte verzweifelt nach einem Ausweg, doch jeder Versuch, aufzuhören, endete in einem noch tieferen Fall. Ich verlor mich selbst im streben nach noch mehr Perfektion, nach noch mehr Kontrolle, nach einem Gefühl von Sicherheit, das niemals kam. Ich war auf der Suche nach mir selbst, nach Liebe, nach Ruhe und nach Frieden. Habe sie im Essen aber nie gefunden sondern habe mich mit jedem Anfall noch mehr von mir selbst entfernt.
Bis zu jenem Abend im Mai 2004. Bis zu dem Moment, in dem ich erkannte, dass ich sterben würde, wenn ich so weitermache. Bis zu dem Moment, in dem ich mich entschieden habe, zu leben.
Der Wendepunkt: Mein Entscheidungsmoment im Mai 2004
Doch dann, in dieser Nacht im Mai 2004, geschah etwas. Ich blickte in die Augen meiner beiden kleinen Töchter. Zum ersten Mal sah ich wirklich hin. Ich erkannte und verstand, dass sie mich brauchten. Dass ich eine Wahl hatte. Dass es mehr geben musste als dieses Doppelleben.
Ich traf eine Entscheidung. Ich will leben. Ich will frei sein. Ich will Verantwortung übernehmen. Nicht für andere – sondern für mich.
So habe ich den Ausstieg aus der Bulimie geschafft
Dass ich es an diesem Abend geschafft habe, mich für das Leben zu entscheiden, ist auch darauf zurückzuführen, dass ich bereits etwa 9 Monate davor mit einer Begleitung begonnen habe bei Manuel Schoch in Zürich. Ich habe mich bei ihm zum ersten Mal wohl und verstanden gefühlt. Ich konnte über die Vergewaltiugung sprechen, habe viele Tools und Impulse aus seiner energetischen Arbeit mit an die Hand bekommen und war absolut fasziniert von dem, was ich von ihm lernen durfte. Zu Beginn hat sich, wie du weiter oben lesen konntest, in Bezug auf meine Essstörung wenig verändert, das Symptom war weiterhin massiv in meinem Leben vorhanden. Ich habe aber in vielen anderen Bereichen ganz vieles verändert. Bereiche und Themen, die sich hinter der Essstörung versteckt haben. Ich habe vieles ind liebevoller Dankbarkeit ablegen können und habe mir damit mehr und mehr erlaubt, frei zu werden und loszulassen. Altes nicht mehr in die Gegenwart zu holen oder daran festhalten. Ich habe gelernt Dinge und Menschen weiter ziehen zu lassen, die nicht mehr in mein Leben gepasst haben und noch so vieles mehr, was ich heute auch in den Begleitungen mit den Menschen nutze, die ich ein Stück auf ihrem Weg mit an die Hand nehmen darf.
Aber jetzt zurück zum Mai 2004. An genau diesem Abend begann meine Reise zurück ins Leben. Ich wusste nicht, wie ich es schaffen würde, aber ich wusste, dass ich es kann, dass ich es will und dass ich den Weg gehen muss. Ich habe Manuel Schoch weiterhin in seiner Praxis in Zürich besucht – nicht mehr wie die vielen anderen Therapien davor, um mein Gewissen zu beruhigen, sondern um wirklich zu heilen. Ich wusste, dass er mir helfen kann und dass er der Richtige dafür ist, weil er auch sehr viel Mit Hochsensitivität, mit Bewusstsein und Wahrnehmung gearbeitet hat, so wie ich heute auch. Ich lernte, meinen Körper wieder als Verbündeten zu sehen. Ich hörte auf, ihn zu bestrafen oder hart mit ihm zu sein, und begann, ihn zu verstehen und mehr und mehr wurde er zu meinem geliebten zu Hause. Ein Ort, wo ich mich geborgen und wohl fühle. Ich entdeckte meine eigene Stärke, meine Intuition, habe viele Ausbildungen gemacht im Bereich Heilarbeit, Energiearbeit, Bewusstseinstraining und Medialität und ich habe meine Fähigkeit wiederentdeckt, für mich selbst zu siegen, mich zu nähren, mich zu achten und mich selbst zu lieben.
Die Heilung war kein geradliniger Weg. Es gab Rückschläge, Zweifel, Ängste, Sorgen und ganz viele Herausforderungen. Doch ich habe mich entschieden, frei zu sein. Aufgeben war keine Option. Ich habe die Waage entsorgt, um nicht mehr von dieser Zahl abhängig zu sein. Ich hörte auf, mich selbst zu verurteilen. Stattdessen lernte ich von Tag zu Tag mehr, mich zu akzeptieren und anzunehmen – mit allem, was zu mir gehört und genauso wie ich bin.
Heute – Frei von Bulimie
Heute bin ich schon über 20 Jahre absolut frei von der Bulimie. Aber nicht nur frei von der Bulimie als Symptom, sondern richtig frei! Frei von der Beherrschung der Gedanken im Kopf! Frei von den Einschränkungen und Blockaden rund um die Sucht. Frei von all den Lügengeschichten und Ausreden. Frei von anderen Abhängigkeiten. Ich geniesse das Essen, das Leben, die liebevolle und achtsame Verbindung zu mir selbst und zu meinem Körper. Ich mag es, allein zu sein, einfach Zeit mit mir selbst zu haben. Ich liebe es, in der Natur unterwegs zu sein und aufzutanken. Ich kann spontane Einladungen oder Besuche annehmen, ohne in Stress zu verfallen und ich geniesse es, mit Freunden und mit meiner Familie fein zu essen, zu diskutieren und gemeinsam eine schöne Zeit bei guten Gesprächen zu verbringen. Ich bin nicht mehr getrieben von Selbsthass, Einschränkungen, Gedanken, Abhängigkeiten, Lügen oder Zwängen. Ich bin angekommen.
Was ich durch die Heilung von Bulimie über mich selbst gelernt habe
Diese Reise in den letzten 20 Jahren war nicht nur eine Reise der Heilung, sondern auch eine Reise der Selbsterkenntnis. Eine Reise zu mir selbst. Ich begann meine eigenen Denk-Muster, Strukturen und Sichtweisen zu hinterfragen – nicht nur im Bezug auf das Essen, sondern in allen Bereichen meines Lebens. Ich erkannte, wie sehr ich mich mein Leben lang selbst klein gehalten hatte. Wie sehr ich mich untergeordnet hatte, um Erwartungen zu erfüllen, um nicht aufzufallen, um niemandem zur Last zu fallen. Ich erkannte wie oft ich gedient und geliefert habe, nur um ein wenig Anerkennung oder scheinbare Liebe zu erhalten. Ich erkannte, dass ich allein für mein Glück, meinen Erfolg, meine Freude oder meine Liebe zuständig und verantwortlich bin. Schritt für Schritt begann ich, mich selbst wieder in den Mittelpunkt meines eigenen Lebens zu stellen. Nicht aus Egoismus, sondern aus der tiefen Überzeugung und dem Wissen heraus, dass wahre Heilung nur dann geschehen kann, wenn wir lernen, uns selbst zu achten, zu lieben und zu umsorgen – und für den Frieden und die Ruhe in und um uns herum zuständig sind.
Ich begann Rituale in meinen Alltag zu integrieren, die mir halfen, eine liebevolle Verbindung zu mir selbst aufzubauen. Morgens setzte ich mich mit einer Tasse Tee in die Sonne, schloss die Augen und fragte mich: Was brauche ich heute? Worauf freue ich mich? Was zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht?
Ich lernte, meinen Bedürfnissen eine Stimme und Raum zu schenken, ohne mich schuldig zu fühlen. Ich lernte, Nein zu sagen, wenn es nötig war. Ich lernte, Ja zu mir selbst zu sagen.
Heute weiss ich, dass der Ausstieg aus der Bulimie nicht nur bedeutet, das “Ess-Problem” zu heilen. Es bedeutet viel mehr, das gesamte Leben neu auszurichten. Es bedeutet, sich selbst zu erlauben, wirklich zu leben und frei zu sein – ohne Angst, ohne Schuld, ohne das Gefühl, nicht genug zu sein oder es nicht verdient zu haben. Es bedeutet, sich selbst mehr und mehr als wertvoll zu erkennen, absolut unabhängig von Leistung, Perfektion oder von Erwartungen anderer.
Heute bin ich nicht nur frei von der Bulimie – ich bin frei in mir selbst. Und genau das ist es, was ich bereits seit vielen Jahren weitergebe. Diese tiefe Überzeugung, die Strategie und das Wissen, dass Heilung für jeden möglich ist. Ich weiss, dass es nie zu spät ist, neu zu beginnen und es ist absolut klar, dass du es wert bist, ein Leben zu führen, das dich wirklich erfüllt, dich glücklich und zufrieden macht.
Vision – Eine Welt ohne Bulimie und voller echter Freiheit
Heute habe ich eine klare Mission und meine Berufung gefunden ohne sie je gesucht zu haben. Ich möchte Frauen Mut machen und aufzeigen, dass es immer einen Weg gibt aus der Essstörung auszusteigen. Dass Heilung möglich ist absolut unabhängig vom Alter, Beruf oder Geschlecht. Ich begleite seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg aus der Bulimie in ein selbstbestimmtes Leben. Sie wissen, dass sie nicht allein sind. Dass sie nicht die Bulimie sind und dass ihre Krankheit nicht für immer ihr Leben definieren oder gar bestimmen muss. Es ist ganz klar, dass es Heilung und Hoffnung gibt.
Mein Leben ist heute erfüllt – mit echten Begegnungen, mit tiefer Dankbarkeit, mit der Freiheit, einfach ich selbst zu sein. Ich lebe mit meiner und unserer Hündin Sky in einem kleinen Dorf auf dem Land. Hier hat es knapp 500 Einwohner. Felder, Wiesen und Wälder habe ich direkt vor der Haustüre. Ich liebe es, draussen zu sein, die Weite und Ruhe der Natur zu geniessen. Hier tanke ich auf, komme zur Ruhe, verbinde mich mit mir und kehre von den Spaziergängen mit Sky sehr oft mit neuen Ideen zurück. Inspirationen, um immer wieder etwas Neues zu erschaffen und damit noch mehr Unterstützung, Aufklärung und Prävention zu bieten. Ich liebe es jeden Tag aufs Neue mit meinem ganzheitlichen Konzept grossartige Menschen auf ihrem Weg aus der Essstörung zu begleiten.
Ich habe in den letzten 20 Jahren gelernt, dass jeder Schmerz, jede Herausforderung, jedes dunkle Kapitel unseres Lebens ein Geschenk sein kann – wenn wir bereit sind, genau hinzusehen, auch mal den Blickwinkel zu wechseln und uns dadurch persönlich weiter zu entwickeln. Das Beste daran? Ich weiss ganz genau, dass auch du diesen Weg gehen kannst! Du bist nicht allein. Ich bin von Herzen gern für dich da und nehme dich ein Stück auf diesem Weg an die Hand.
Eine Vision ist mehr als nur eine Idee – sie ist ein Versprechen an uns selbst. Ich habe nicht nur gelernt, aus der Bulimie auszusteigen, sondern auch, mir ein Leben zu erschaffen, das mich in allen Bereichen und auf allen Ebenen wirklich erfüllt. Ein Leben voller bewusster Entscheidungen, voller Freude und echter Verbindung. Ein Leben, das mir immer wieder neue Herausforderungen und Möglichkeiten schenkt. Denn wahre Freiheit nach dem Ausstieg aus der Bulimie bedeutet nicht nur, nicht mehr zu kotzen – sie bedeutet vor allem, das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen, zu umarmen, zu schätzen – und zu leben!
Ich stelle mir eine Welt vor, in der niemand mehr in diesem elenden Teufelskreis einer Essstörung gefangen ist. Eine Welt, in der wir uns gegenseitig unterstützen, statt uns zu verurteilen. Eine Welt, in der wir lernen, dass unser Wert nicht von einer Zahl auf der Waage abhängig ist, sondern eine Summe von all dem ist, was wir in uns tragen und sind. Eine Welt, in der innerer und äusserer Frieden herrscht. Eine Welt, wo weniger bewertet und verglichen wird, dafür viel mehr Fokus auf Authentizität, Ehrlichkeit, echte Schönheit, Werte, Dankbarkeit und Akzeptanz gelegt wird. Diese Vision ist es, die mich täglich motiviert alles zu geben, um noch viel mehr zu bewirken und noch viel mehr Menschen auf ihrer Reise in ein freies erfülltes und glückliches Leben zu begleiten.
Deshalb ist meine Vision nicht nur meine eigene – sie ist eine Einladung an dich. Eine Einladung, dir selbst zu erlauben, frei zu sein. Eine Einladung, das Leben zu führen, das du dir wünschst und das du verdienst. Und eine Erinnerung daran, dass du nicht alleine bist. Du schaffst es – ich bin da und nehme dich von Herzen gern ein Stück auf deinem Weg mit an die Hand.
Vielleicht stehst du heute genau an dem Punkt, an dem ich damals im Mai 2004 stand. Vielleicht hast du Angst, diesen ersten mutigen Schritt auf deinem Weg aus der Bulimie zu gehen. Ich verstehe das total. Aber weisst du was? Ich verspreche dir: Es gibt ein Leben jenseits der Bulimie. Ein Leben ohne die Beherrschung der Essstörung. Es ist so viel leichter und schöner, als du es dir gerade vorstellen kannst. Heute habe ich einen ganz klaren Wunsch. Ich möchte dass alle wissen, dass es immer einen Weg gibt, um aus der Bulimie auszusteigen. Dass alle wissen, dass Heilung möglich ist. Immer. Auch für dich! Ich begleite seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg aus der Bulimie – zurück in ein selbstbestimmtes, erfülltes, gesundes und glückliches Leben.
Fazit – Deine Entscheidung für den Ausstieg aus der Bulimie
Egal, wo du gerade stehst – du hast eine Wahl. Du kannst dich heute dafür entscheiden, frei zu sein. Du kannst dich entscheiden, dein Leben nicht länger von einer Essstörung beherrschen zu lassen. Du bist nicht deine Sucht. Du bist so viel mehr.
Wenn du bereit bist, den ersten mutigen Schritt zu gehen, bin ich da und begleite dich von Herzen gern ein Stück auf deinem Weg. Buche dir am besten gleich einen Termine für dein einmalig kostenloses Freiheitsgespräch. https://andrea-ammann.com/kostenloses-freiheitsgespraech/
Wir schauen gemeinsam hin, wo du stehst und planen deine ersten ganz konkreten Schritte auf deinem Weg aus der Bulimie. Ich höre dir zu. Ich weiss wie es dir geht und ich weiss wie du dich fühlst.
Vielleicht glaubst du nicht daran, dass du es schaffen kannst. Dein Kopf kennt genug Geschichten, die er dir erzählen und mit denen er dich kontrollieren und weiterhin klein und gefangen halten kann. Ich verstehe das. Ich kenne diese Zweifel nur zu gut. Ich habe sie selbst unzählige Male durchgespielt. Immer wieder habe ich dem Kopf, den Zweifeln und Ängsten mehr Raum gegeben als meinem Wunsch nach der wahren Freiheit.
Heilung geschieht nicht in einem einzigen, super lauten und grossen Moment. Heilung passiert in vielen kleinen, mutigen Entscheidungen. Jeden Tag aufs Neue. Ein bewusstes Nein zu alten Mustern. Ein sanftes Ja zu dir selbst, welches täglich etwas achtsamer. liebevoller und wertschätzender wird. Heute reicht ein einziger Augenblick, in dem du wählst. Nicht gegen dich, sondern für dich! Das ist der Anfang.
Es ist mir bewusst, dass der Gedanke an ein Leben ohne die Bulimie sich erstmal fremd, ja fast unmöglich anfühlt. Wenn du den Artikel bis hierher gelesen hast, dann weisst du ganz genau: Dieses Leben ist nicht nur möglich, es wartet bereits auf dich. Es ist so viel schöner, als du es dir jetzt vorstellen kannst. Du bist nicht allein. Ich bin da für dich. Lass uns den Weg zusammen gehen.


